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Our nautical charts from Voyage 1-3

Voyage 1



Voyage 2



Voyage 3



Die dritte Frachtsegelreise der AVONTUUR, unsere Voyage 3, startete am 6. Januar 2018 in Frankreich an einem grauen, kalten Wintermorgen. Noch im Dunkeln verließ die AVONTUUR den Hafen von La Rochelle, direkt im Golf von Biskaya, um ihre dritte Frachtsegelreise für Warentransport per Windkraft anzutreten. Die als Schlechtwetterzone bekannte Bucht im Atlantischen Ozean, die sich zwischen der Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs befindet, machte gleich zu Beginn Schiff und Crew mit schweren Stürmen mit Böen von 10 bis 11 Windstärken zu schaffen.

Nach der Überwindung der stürmischen Biskaya nach rund zwei Wochen machte unser Frachtsegler auf der kanarischen Insel La Palma fest, wo unsere 16-köpfige Crew Rumfässer unseres Rum Aldea per Hand in den Frachtraum lud.

Von dort ging auf große Fahrt, entlang der Barfußroute mit den warmen Passatwinden auf in Richtung Karibik. Je weiter wir uns von der gemäßigten und subtropischen Klimazone entfernten und je näher wir der tropischen Klimazone kamen, desto heißer wurde es. Mithilfe der beständigen, warmen Winde stellten wir einen neuen Rekord in unseren Atlantiküberquerungen auf: Nach nur 17 Tagen erreichten wir Mitte Februar mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,5 Knoten die karibische Insel Marie-Galante.

Glühende Sonne, grüne Palmen, weiße Strände und karibischer Karneval begrüßten die AVONTUUR und ihre Crew. Allerdings mussten wir vor der Küste vor Anker gehen, da wir im Hafen nicht festmachen konnten. Damit stellte sich die Frage, wie die vom Kapitän ausgesuchten und mit bestem Rum Agricole gefüllten 224 Liter Eichenfässer an Bord der AVONTUUR gelangen sollten? In einer schweißtreibenden und abenteuerlichen Aktion baute die Frachtsegelcrew kurzerhand aus dem nur unweit des Strandes wachsenden kräftigen Bambus und leeren Eichenfässern ein Floß und transportierte den Rum wie in alten Zeiten zum Schiff.

Von Marie-Galante segelten wir weiter über Guadeloupe nach La Ceiba. An der honduranischen Kaje wurden wir von schwerbewaffneten Zollagenten und ihren Drogenspürhunden empfangen. Nach Durchsuchung des Schiffes und Erklärung unsererseits, wer wir sind und was unsere Botschaft ist, konnten wir endlich unseren, aus kontrolliert biologischem Anbau stammenden Kaffee aus Nicaragua, per Hand in den Laderaum der AVONTUUR verladen. Für unsere Frachtpartner wurde in Honduras außerdem weiterer Kaffee, Kakao und das Gewürz Kardomom an Bord genommen.

Mit den warmen Karibikwinden segelten wir von Honduras nach Mexiko, wo wir Mitte März bei Sonnenschein im Hafen von Puerto Morelos festmachten. Dort stand eine weitere große Ladung von Kaffee und Kakao für verschiedene Frachtpartner an, ehe wir den Rückweg nach Europa in unsere gemäßigte Klimazone über Havanna antraten.

Mit durchschnittlich 5-6 Knoten überquerte die AVONTUUR trotz teilweise stürmischer Winde sicher den Atlantik und lief nach einem Monat in den Hafen von Horta auf den Azoren ein.

Von dort aus erreichte der Zweimaster Anfang Mai Le Havre in Frankreich, wo erste Teile der Ladung für unsere Frachtpartner von unserer voll beladenen AVONTUUR gelöscht wurden.

Durch den englischen Kanal fuhr der Gaffelschooner Richtung Norden, wo er von peitschendem Regen überrascht wurde. Das Wetter wandelte sich jedoch auf dem Weg in die Deutsche Bucht, sodass die Crew im Mai fast tropischen Temperaturen entgegen fuhr und die Segel des Zweimasters nicht mehr mit Stürmen, sondern mit schwachen Winden zu kämpfen hatte.

Am 10. Mai jedoch war es jedoch endlich so weit: Unser fast 100 Jahre alter Frachtsegler lief bei strahlend blauen Himmel pünktlich zum Hamburger Hafengeburtstag in den Hafen der Hansestadt und damit zurück nach Deutschland ein. Dort wurde im Rahmen einer großen Aktion mit vielen Freiwilligen zwei Drittel der Ladung traditionell per Hand gelöscht und anschließend mit Lastenfahrrädern in Zwischenlager transportiert.

Unser Rum konnte zwei Wochen später in Elsfleth gelöscht werden, nachdem die AVONTUUR von ihrer fünfmonatigen Transportreise und nach 12.000 gesegelten Seemeilen in ihren Heimathafen in Niedersachsen zurückkehrte.



Voyage 4

"New adventures from the ship"
 
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